„It is unconscionable that one veto can override the rest of humanity on matters of grave humanitarian concerns.”
(ICISS, The Responsibility to Protect - Report of the ICISS on Intervention and State Sovereignty (2001), S. 51)
Die Effektivität des Sicherheitsrats als Hüter der internationalen Sicherheit wird vor allem in solchen Fällen infrage gestellt, in denen Resolutionsentwürfe, die laufende oder drohende völkerrechtliche Verbrechen – etwa Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts – adressieren, durch die Ausübung des Vetorechts verhindert werden. Der Dokumentarfilm „The Veto“ (Regie: Tim Slade) beleuchtet vergangene Fälle der Vetorechtsausübung in solchen Kontexten und berichtet von politischen Initiativen zur Begrenzung der Vetorechtsausübung.
Im Anschluss vertieft Jennifer Trahan (Clinical Professor, Center for Global Affairs, NYU) die im Film aufgeworfenen Fragen zur Ausübung des Vetorechts. Anlässlich der Veröffentlichung ihres jüngsten Werkes „The Crime of Aggression and Russia’s Invasion of Ukraine“ wird das Gespräch durch einen Blick auf die völkerstrafrechtliche Aufarbeitung des russischen Angriffskriegs mit Dr. Gleb Bogush (Postdoctoral Researcher, Institute for International Peace and Security Law, Universität zu Köln) ergänzt.
12. Oktober 2026
Einlass ab 18:00 Uhr | Beginn: 18:15 Uhr
Hörsaal II im Hauptgebäude
Der Film wird in englischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.
Weitere Informationen und Trailer: thevetofilm.com.